Nach dem gleichnamigen Titel ist in der ZEIT Nr. 43 vom 18. Oktober 2012 ein fiktives Gespräch zwischen Gott und einem Redakteur von der ZEIT erschienen.
In diesem Gespräch geht es unter anderem um Adam und Eva. Hier ein kleiner Ausschnitt.
ZEIT: Beide (Adam und Eva) treiben Verrat, indem sie von der verbotenen Frucht essen. Warum haben Sie das zugelassen?
GOTT: Ich habe den Menschen als frei gedacht - im Gegensatz zu den Gestirnen, zu Flora und Fauna, zu Wind und Wetter, die alle den von mir festgelegten Gesetzen folgen. Und weil der Mensch frei ist, kann er sich auch für das Böse entscheiden.
ZEIT: Indem Sie aber verboten, vom Baum der Erkenntnis zu essen, war er doch dazu verlockt, das Gebot zu übertreten, um sich seiner Freiheit bewusst zu werden.
GOTT: Nein, seine Freiheit hätte es ihm auch erlaubt, das Gebot zu befolgen.
ZEIT: Warum schämen sich Adam und Eva?
GOTT: Weil sie einander mit den Augen des anderen sehen. Jetzt ist der Mensch nicht mehr allein, sondern dem Blick des anderen ausgesetzt. Dass der Mensch nicht allein sei, war meine Absicht. Doch es gibt abschätzige Blicke und liebende. Welche dominieren, darüber entscheidet ihr Menschen. Wenn ihr einander liebt, müsst ihr euch nicht schämen.
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